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Drei Fragen an... unseren Kameramann

Was liebst du an deinem Job?

So ziemlich alles. In erster Linie ist es das Zusammenspiel von Kunst und Technik. Ohne technisches Verständnis lässt sich die Kunst nur schwer umsetzen, die man sich im Kopf ausgedacht hat. Die Art und Weise wie das Licht gesetzt wird, welches Objektiv genutzt wird oder aus welchem Winkel gefilmt wird, beeinflusst alles die Wahrnehmung des Zuschauers. Jedes neue Projekt hat seine neuen Anforderungen und diese gilt es dann umzusetzen.

Bei mir ist kein Tag wie der andere. Außerdem liebe ich es, im Team zu arbeiten. Alle am Set sind Experten für ihren spezifischen Bereich, jeder weiß aber auch, was der andere zu tun hat. Nur wenn das Team perfekt zusammenspielt, kommt am Ende ein guter Film heraus. Teamplay, Kunst und Technik. Für mich die perfekte Kombination.

Wolltest du
schon immer Kameramann werden?

Nein. Nach dem Abitur und Zivildienst wusste ich nicht wirklich, was ich machen soll und habe, wie jeder Zweite andere auch, erst einmal Maschinenbau studiert. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, das mein ganzes Leben zu machen. Also habe ich überlegt, was mich wirklich begeistert. Da war Film die Antwort. Also habe ich mich dazu entschlossen, eine Ausbildung als Mediengestalter für Bild und Ton zu machen. 

Zunächst sah ich mich sogar weniger im Kamerabereich, sondern eher in der Produktion bzw. dem organisatorischen Bereich, da ich eigentlich nie der große Kunst-Fan war. Aber während eines Praktikums und danach in der Ausbildung habe ich doch recht schnell gemerkt, wie wahnsinnig spannend und umfangreich die Kameraarbeit ist. Und dann wurde auch sehr schnell meine künstlerische Ader geweckt.

Wie verläuft ein Drehtag bei dir?

Eine Produktion beginnt natürlich schon lange vor dem eigentlichen Drehtag und endet auch erst mit der Abgabe des fertigen Films. Ein Drehtag ist dann auch nie wie der andere, aber für mich natürlich immer das Highlight der Produktion. Im Optimalfall wurde die Technik am Vortag sorgfältig vorbereitet und getestet. Dann frühmorgens das gepackte Equipment ins Auto laden, am Drehort gibt es hoffentlich erstmal einen Kaffee 😉 und dann heißt es Frühsport. Alles ausladen: Stative, Lampen, Sandsäcke, Kabel, Kisten, Monitore. Da gehen schnell mal ein paar hundert Kilo hin und her. Alles aufbauen, mit dem Kunden und Regisseur Bildeinstellungen besprechen. Einleuchten, Kamera startklar machen und den Bildausschnitt einrichten. Wenn der Dreh dann losgeht, versinke ich erstmal in meiner Welt hinter der Kamera und blende alles andere aus. Ab dann zeige ich durch die Kamera das, was der Zuschauer am Ende sehen wird. Das passiert dann den ganzen Tag lang, bis der Drehplan abgearbeitet ist.

Es werden zwischenzeitlich Sets umgebaut, neu eingeleuchtet und die Kamera den Bedürfnissen angepasst. Oftmals wird auch sehr spontan das ganze Skript noch einmal abgeändert und man muss sofort eine Lösung anbieten können. Nach dem Abbau, wenn alles wieder im Auto gelandet und der Kunde glücklich ist, gibt es auch gerne mal ein Bierchen, um den erfolgreichen Drehtag abzuschließen.

Danke, für deine Zeit!